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​Ist Ihr WLAN zu langsam…? Hier sind 5 einfache Kniffe zum Beschleunigen der Verbindung!

Blog-Eintrag   •  Jun 14, 2016 12:36 CEST

Die Vorzüge für den Einsatz eines WLAN in den eigenen vier Wänden liegen klar auf der Hand: man spart die Kosten für die aufwändige Verkabelung, es gibt keinen Kabelsalat und vor allem ist man räumlich flexibel. Generell gilt aber, dass Funkübertragungen anfälliger sind als die direkte Verbindung. Da man aber gerade auf die räumliche Freiheit ungern verzichtet, möchten wir Ihnen folgende Tipps geben, um mögliche Probleme und Schwachstellen auszuschließen:


1. Platzieren Sie Ihren WLAN-Router richtig!

Egal ob Sie ein Kabelmodem mit eingebautem WLAN-Router oder einen separaten WLAN-Router hinter Ihr Kabelmodem geschaltet haben: das Gerät muss richtig platziert werden, um die höchstmögliche Geschwindigkeit zu erzielen. Die Nähe zum Router entscheidet, wie stark das Signal ankommt. Das sieht man an der Anzahl der Balken am WLAN-Symbol am Empfangsgerät. Da der WLAN-Router die Funksignale gleichmäßig in alle Richtungen verteilt, sollte man versuchen ihn möglichst zentral im Haus oder in der Wohnung zu platzieren oder so nah wie möglich an den Bereichen, wo das WLAN am meisten genutzt wird. Die Bausubstanz des jeweiligen Wohngebäudes spielt auch eine wesentliche Rolle bei der Empfangsqualität. So sind insbesondere Stahlbetonwände als WLAN-Störer bekannt. Zudem können Wasserrohre, Fußbodenheizungen, Feuchtigkeit im Allgemeinen oder sogar Möbel die Leistung negativ beeinflussen. Sie sollten versuchen, Ihren Router nicht in Zimmerecken oder hinter Schränken und Regalen zu verstecken; platzieren Sie Ihren Router außerdem möglichst hoch, zentral und freistehend.

So platzieren Sie Ihren WLAN-Router richtig!


2. Große Wohnung? Dicke Wände? Nutzen Sie einen WLAN-Repeater!

Bei größeren Gebäuden oder besonderes dicken Wänden empfiehlt sich der Einsatz eines oder mehrerer WLAN-Repeater. Dieses Gerät (aus dem Englischen „to repeat“ - „wiederholen“) wird in eine Steckdose in Reichweite Ihres Routers gesteckt und erweitert die Reichweite Ihres WLAN, in dem er die Signale des WLAN-Routers verstärkt weitersendet. WLAN-Repeater gibt es in verschiedenen Ausführungen und von unterschiedlichen Herstellern und Anbietern. Lassen Sie sich am besten vom Händler Ihres Vertrauens beraten, welches Gerät für Ihren Bedarf am besten geeignet ist.

Mehr Freiraum mit dem WLAN-Repeater


3. Wenn andere "dazwischenfunken" - Ziehen Sie mit Ihrem Signal um!

Jetzt wird es etwas technischer. WLAN-Signale werden in Deutschland in zwei Frequenzbereichen übertragen: 2,4 GHz und 5 GHz. Diese wiederum sind jeweils in Kanäle eingeteilt. 13 Kanäle im 2,4 GHz Bereich und 23 im 5 GHz Bereich. Im Laufe der Zeit hat sich ein gewisser „Standard“ bei der Nutzung von Frequenzbereichen und Kanälen eingestellt, worauf mehrheitlich die Werkseinstellung der ausgelieferten Router ausgerichtet ist. Dies bedeutet, dass rund 80 % der WLAN-Router im 2,4 GHz-Band senden, während der Rest der Nutzer sich im 5 GHz Band tummelt. Mittels Smartphone und Apps wie „ WiFi Analyzer“ können Sie überprüfen, welcher Frequenzbereich und welcher Kanal für Sie am ehesten in Frage kommen. 

Wir haben den Test in der primacom-Firmenzentrale in Leipzig gemacht. Auf folgenden Bildern ist deutlich zu sehen, dass die meisten Geräte auch hier den 2,4 GHz Frequenzbereich nutzen.

Messung im 2,4 GHz Frequenzbereich:

Messung im 2,4 GHz Frequenzbereich:

Messung im 5 GHz Frequenzbereich:

Messung im 5 GHz Frequenzbereich:

Sie sollten also zunächst einen Wechsel des Frequenzbands in Betracht ziehen, falls dies möglich ist und Ihre Geräte es zulassen (nicht alle ältere PCs zum Beispiel können im 5GHz Band kommunizieren). Auch nicht alle (älteren) WLAN-Router unterstützen Übertragungen im 5 GHz Frequenzbereich. 

Die zweite mögliche Lösung ist, den Kanal zu wechseln. Nutzen viele Router in einem Gebiet dicht aneinander liegenden Kanäle, so können sich die Geräte gegenseitig behindern. Wählen Sie also einen Kanal, der einerseits möglichst frei ist und andererseits Nachbarkanäle hat, die wenig ausgelastet sind. Da die Signale immer mehrere Kanäle überlappen, kann es auch bei einer überfüllten "Kanalnachbarschaft" zu Störungen der eigenen Signale kommen.

Das primacom-Kabelmodem mit eingebautem WLAN-Router überträgt in beiden Frequenzbereichen, währen die  FRITZ!Box Cable 6490 sogar beide Frequenzbänder gleichzeitig verwendet und automatisch den am wenigsten ausgelasteten Kanal sucht. Lesen Sie mehr über die FRITZ!Box 6490 Cable hier.


4. Vermeiden Sie Funkstörquellen!

Leider werden die angesprochenen Frequenzbereiche, über die WLAN-Signale übertragen werde, nicht nur von Heimnetzwerken verwendet. Hier sind zusätzlich eine ganze Vielzahl von Geräten aus unserem Alltag aktiv: Bluetooth-Lautsprecher, Babyphone, DECT-Telefone oder Mikrowellen können die Verbindung stören. Vermeiden Sie dementsprechend weitere elektronische Geräte in der Nähe Ihrer Router/Repeater. 


5. Halten Sie die aktuelle Firmware des Routers immer auf dem aktuellsten Stand!

Haben Sie die neuste Software auf dem WLAN-Router? Sind die aktuellsten Treiber auf Ihren Endgeräten installiert? Oft führt eine Aktualisierung der Software zu Verbesserungen in der Übertragungsqualität. Prüfen Sie es nach! Nebenbei erwähnt: primacom-Modems sind immer auf dem neusten Stand - wir kümmern uns durch Fernwartung darum, ohne dass Sie einen Finger rühren müssen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, helfen unsere kompetente Mitarbeiter im primacom Help Desk weiter. Ein Anruf genügt: 0341 - 423 72 000 Mo. - So. 8 - 22 Uhr