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Alt, allein, ahnungslos – und analog? Neue Studie beleuchtet „analoge Armutsgrenze“ der TV-Zuschauer

News   •  Jun 09, 2015 14:20 CEST

Wer schaut eigentlich noch analoges Fernsehen? Und warum? Eine aktuelle Verbraucherstudie des Kabelnetzbetreibers primacom bringt überraschende Fakten ans Licht: So steht schon in 80% der befragten Haushalte ein Flachbild-Fernseher - die modernsten finden sich ausgerechnet bei den 66-75-jährigen. Bei den älteren Zuschauern hapert es nicht an der Technik, sondern am Wissen über den Digitalempfang: Denn viele wissen einfach nicht, dass sie ohne Extrakosten ihre Fernsehprogramme auch digital empfangen können.   

Der digitale Fernsehempfang ist in den ostdeutschen Kabel-TV-Haushalten weit fortgeschritten – insbesondere in Sachsen (75%), Sachsen-Anhalt (74%) und Thüringen (72%) wird in Haushalten mit Kabelanschluss deutlich überwiegend digital fern gesehen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Link-Instituts unter 1.000 Kabel-TV-Haushalten in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Auftrag des viertgrößten deutschen Kabelnetzbetreibers primacom. Anders als bei bisherigen Digitalisierungs-Studien wurden die Haushalte nicht nur telefonisch befragt, sondern auch stichprobenweise persönlich besucht – so konnte unter anderem auch die technische Ausstattung der Fernseher vor Ort überprüft werden:

80 % der befragten Kabelhaushalte besitzen einen Flachbild-Fernseher. Die meist großformatigen Flachbildschirme sind über alle Alters- Bildungs- und Einkommensgruppen hinweg gleichermaßen populär – selbst unter den verbliebenen Haushalten, die noch ausschließlich analoges Kabelfernsehen nutzen. Dabei bringt erst der Digitalempfang die Bildqualität der Flachbild-Fernseher zur Geltung – deshalb gaben 14% der Analog-Zuschauer an, in den nächsten 12 Monaten auf digitales Kabelfernsehen umzusteigen, 26% schließen einen Wechsel zumindest nicht aus. 46% stehen dem Thema Digitalempfang interessiert gegenüber.

Die Möglichkeiten und Vorteile des Digitalempfangs ist den Kabelkunden überwiegend bekannt; je höher dasEinkommensniveau und je mehr Personen im Haushalt leben, desto höher der Wissenstand und intensiver die Nutzung der Digitalprogramme: So ist der Empfang von 100 Digital-TV-Programmen im Kabelnetz von primacom bereits in der monatlichen Kabelanschlussgebühr enthalten; kostet also nichts extra. Auch ein separater Receiver ist vielfach nicht mehr erforderlich: Viele moderne Flachbild-Geräte sind ab bereits Werk mit einem Empfangsteil für digitales Kabelfernsehen (DVB-C) ausgerüstet; primacom verzichtet auf sämtliche der branchenüblichen technischen Hürden (u.a. SmartCard, Verschlüsselung von freien Programmen, Receiverzwang), die Verbraucher sonst den Umstieg erschweren. Bei den 35-49-jährigen Kabelkunden ist das Wissen um die Vorteile des digitalen Kabelfernsehens besonders ausgeprägt.

Welche Zuschauer schauen noch analoges Fernsehen – und warum?

Die verbliebenen Analog-Zuschauer sind überwiegend weiblich, gehören der älteren Generation an, leben meist allein und verfügen über ein formal eher mittleres Bildungsniveau und geringes Einkommen. Die Überraschung: Selbst in 80 Prozent dieser Haushalte steht ebenfalls bereits ein Flachbildschirm; der Röhrenfernseher gilt also auch unter älteren Menschen als „total out“. Die modernsten Geräte (unter 2 Jahre) finden sich bei den 66-75-jährigen. Angst vor moderner Technik hält die Analog-Zuschauer ebenfalls nicht vom digitalen Umstieg ab; lediglich 5% gaben in der Befragung an, technisch zu unsicher zu sein. Der Hauptgrund beim Analog-Empfang zu bleiben, ist entweder geringes Interesse am Fernsehen allgemein – aber vor allem (19%) die irrtümliche Annahme, digitales Fernsehen sei „zu teuer“.

Joachim Grendel, CEO und Sprecher der Geschäftsführung von primacom: „Die Studienergebnisse sind eine sehr erfreuliche Bestätigung unserer Strategie, dem Verbraucher den Wechsel zum Digitalempfang so einfach, unkompliziert und günstig wie möglich zu machen. Wir sehen darin jedoch zugleich einen wichtigen Arbeitsauftrag für die Kabelnetzbetreiber, aber auch für Politik und Medien sowie unsere Partner der Wohnungswirtschaft, auf die verbliebenen Analogzuschauer gezielt zuzugehen und sie in die digitale Welt mitzunehmen. Denn: Der Nachfragedruck dieser „digitalen Mehrheit“ im Kabel nach digitalen HD-Programmen, aber auch immer schnelleren Internet-Bandbreiten nimmt weiter zu; damit auch der Druck auf die Betreiber, ihre Bandbreiten zukünftig noch stärker für digitale Angebote zu nutzen. Dabei sind es die analogen Programme, die unser Frequenzspektrum regelrecht verstopfen und den digitalen Fortschritt bremsen. Wir bei primacom nehmen diese Herausforderung an und werden noch in diesem Sommer weit reichende technische und marktpolitische Initiativen starten, die die Digitalnutzung und Internet-Geschwindigkeit massiv erhöhen werden.“

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